Review: Gears of War 3

Nur ganz wenige Videospieleserien ziehen einen Schlussstrich und bringen eine Geschichte wirklich zu Ende. Laut Epic Games soll Gears of War 3 eben dieses ersehnte Storyende bringen und die bekannte Gears Kampagne abschließen.

Natürlich muss so ein Grande Finale extrem spektakulär ausfallen und Epic hat die letzten Power-Reserven aus der Konsole rausgequetscht. Ist dies der krönende Abschluss der Gears Soldaten oder hat man hier zu schnell einen Anabolikaentzug durchgeführt?

Erinnern wir uns kurz an Gears of War 2 zurück: Die Menschheit glaubte mit dem Versenken einer ganzen Stadt die bösen Locust vernichten zu können, doch es kam wesentlich schlimmer. Die Locust wurden zwar dezimiert, dafür standen nun die Lambent am Feindhorizont.

Epic Fail! Marcus Fenix und seine Anabolikerbrüder suchen nun in Gears of War 3 nach einem Weg, um diese Plage endgültig aus der Welt zu schaffen.

Nun das Thema Story war nie wirklich die Stärke von Gears of War, doch im dritten Teil hat man sich richtig bemüht. Die Kampagne ist von der Geschichte wirklich schlüssig gestaltet worden und die Helden gewähren einen wesentlich tiefen Einblick in ihr Leben.

Der Geschichtsverlauf wird ebenso mit richtig dramatischen Momenten verstärkt und das macht Gears of War 3 zur bestgeschriebensten Kampagne der Serie. Erwarten sollte man sich allerdings keine ganz tiefe Story wie man es aus Mass Effect oder Hardcore RPGs kennt.

Im Spiel selbst wird man mit gewohnter Action Kost versorgt. Verstecken, schießen, Locust zersägen und Gegnerhorden niedermetzeln gehören wieder zum gewohnten Bild! Aufgelockert wird Gears of War 3 mit epischen Szenen sowie ein paar neuen Gameplayelementen, die etwas mehr Bewegung ins Spiel bringen. Sich minutenlang hinter der selben Mauer zu verstecken war einmal! Fans können sich ebenso auf ganz neue Waffen freuen.

Wenn man sich Gears of War 3 aber genauer anschaut, merkt man, dass die Serie seinen Zenit erreicht hat. Die Singleplayerkampagne hat zwar noch immer seine coolen Momente, aber die Brillianz ist weg. Das Gameplay wiederholt sich einfach zu oft und der Wiederspielwert der Einzelspielerkampagne ist zu gering. Außerdem ist das Ende der Geschichte sicher nicht jedermanns Sache.

Gears war nicht nur ein Zugpferd der X360, sondern auch für Xbox Live und auch in Gears of War 3 wurde besonders auf den Multiplayermodus Wert gelegt. Die Kampagne lässt sich via Xbox Live zu viert spielen und auch andere Spielmodi wurden eingebaut.

Im Horde Mode müsst ihr etliche Wellen von Locust besiegen. Hilfreich sind hierbei verschiedene Schutzmechanismen wie Stacheldraht oder automatische Maschinengewehre, die man sich durch Kills ersteinmal verdienen muss!

Beast hingegen dreht den Spieß um. Hier übernimmt man die Rolle der Locust und muss die Gears Leute killen. Je mehr Soldaten erledigt werden, umso schneller schaltet man bessere Locust Vieher frei. So hat man hier die Möglichkeit mal selbst als Berserker alles kurz und klein zu schlagen.

Mit Xbox Live Freunden spielt sich dieser Modus wirklich sehr gut. Wer den klassischen Gears Multiplayermodus liebt, kommt auch auf seine Kosten. Die alten Modi wie Deathmatch sind selbstverständlich auch enthalten. Motiverend ist der Mehrspielerpart ebenso wegen dem Levelsystem sowie den etlichen freischaltbaren Objekten und Bonus Multiplayercharakteren.

Egal ob man den Multiplayermode oder die Einzelspielerkampagne beleuchtet, die Technik hinter Gears of War 3 ist grandios. Das Spiel sieht sehr gut aus und holt wirklich alles aus der X360 heraus. Sagt Epic Games damit “Goodbye” zur X360 und “Hello” zur nächsten Generation? Man wird das wohl erst frühestens auf der nächsten E3 erfahren.


Fazit:

Um Gears of War gab es immer einen großen Hype, doch diesmal ist der Hypetrain abgefahren. Gears of War 3 ist trotzdem kein schlechtes Spiel! Der Multiplayermodus macht Laune und die Einzelspielerkampagne ist cool. Aber vom Game par excellence ist es weit weg. Dafür hätte man viel mehr machen müssen, als nur die Story besser zu erzählen.

Sollte man sich Gears of War 3 trotzdem kaufen? Kommt eigentlich ganz drauf an ob man Gears of War Fan ist oder nicht. Wer den Multiplayermodus liebt, sollte es sich definitiv holen. Man macht aber nichts falsch, wenn man sich Gears of War 3 nur mal von der Videothek ausleiht.

Post von JoeBlack | 25 Sep 2011 | 12:45 pm and tagged , , ,


3 Kommentare für “Review: Gears of War 3”

  1. Also ich finds absolut großartig. Hab allerdings auch nicht die ersten 2 Teile gespielt! ^^

  2. ohh. da erste is scho sehr seriös! a-mUST!

  3. Wenn man die ersten 2 Teile kennt, dann sieht man kaum einen Unterschied :D
    Aber ein unterhaltsames Spiel ist es schon!

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