Review: Duke Nukem Forever feat. Headset Test

Duke Nukem Forever ist da! Nach über 12 Jahren in der Entwicklung hat der ewige „Running Gag“ der Spieleindustrie ein Ende gefunden.

Die Erwartungen sind hoch, die Fans gespannt. Ist der King zurück oder wäre es besser gewesen ihn für immer vom Videospielland zu verbannen? Zusätzlich haben wir Duke Nukem Forever mit den Headsets Speedlink Medusa NX, Roccat Kave und Roccat Kulo getestet. Schließlich will man den Sprücheklopfer auch richtig gut verstehen.

Komm schon Steam, aktivier endlich Duke Nukem Forever! Ja, die Erwartung den Duke endlich auf dem eigenen Monitor zu sehen war extrem groß und jede Sekunde des Aktivierungsprozesses kam wie eine Ewigkeit vor. Nach mehr als 12 Jahren der Warterei zählt wirklich jede Sekunde, aber dann gings wirklich los. Let’s rock!

Der Beginn von Duke Nukem Forever ist fantastisch. Rockige Musik stimmt einen auf coole Action ein, der Duke lässt einen Spruch nach dem anderen los und am Ende des ersten Levels gibt es einen epischen Bossfight. Oh yeah, wie in alten Zeiten! Viel Action, riesen Spaß und ein tiefschwarzer Humor. Ziehen sich diese Elemente durchs ganze Spiel? Leider nein.

Auch nach dem ersten Level bleibt der Spaßfaktor noch oben. Grund hierfür sind lustige Skripts und ebenso abwechslungsreiche Momente. In den ersten Minuten von Duke Nukem Forever wird ebenso die Story erzählt: Aliens greifen die Erde an und klauen die hübschen Mädels. Eh ganz klar, dass der Herr Nukem das verhindern will.

Gerade in den ganz frühen Missionen sieht man, dass der Geist hinter Duke Forever noch lebt. Man kann viele kleine Zusatzaufgaben machen, die das Ego (= Healthmeter) pushen. Dazu gehören Gewichte heben, bisschen Billard spielen, sich im Spiegel zu vergöttern und ganz andere Dinge. Viele Gegenstände im Spiel lassen sich auch direkt als Waffe benutzen! Hantel meets Alienface – so in die Richtung.

Doch nach all diesen kurzen Highlights gibt es einen riesengroßen Knick im Spiel und es wird richtig peinlich. Die Level bestehen nur mehr aus irgendwelchen, geradlinigen Korridoren und man muss sich durchschießen. Hie und da hört man einen Spruch, aber vom Duke Nukem Feeling fehlt jede Spur.

Das Leveldesign ist ebenso total öde und unspektakulär. Einfach alles geradeaus niederballern in der Pampa? Dafür braucht man kein Duke Nukem Forever zum Vollpreis, sondern ein Arcade Game.

Aufgepeppt wird das Spiel nur etwas durch Bosskämpfe und ein paar geskriptete Actionszenen, aber auch die sind jetzt nicht lobenswert. Es tut richtig weh den alten Duke so schlecht in Szene zu sehen. Das Spiel bietet nichts, wirklich gar nichts! Das Gameplay wäre nicht einmal Ende der 90er gut gewesen, weil einfach die Abwechslung und der Witz fehlt.

Es scheint so als wollte Gearbox eine schnelle Nummer draus machen und hat einfach mal schnell was produziert. Die 12 Jahre Entwicklungszeit wurden wahrscheinlich auf 10 Monate komprimiert. Ein paar Ideen aus den ersten Trailern (ca. 2001) haben es ins Spiel geschafft und lustigerweise sind genau diese Sachen gut geworden.

Wir reden hier wirklich hier nur von „gut“ und nicht von „atemberaubend“. Nostalgiker unter euch werden das Waffensystem sicherlich hassen. Duke Nukem kann nur maximal zwei Waffen tragen und direktes Treten ist nicht mehr möglich. In diesem Test ist das aber kein grober Kritikpunkt. Diese Kritik ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, der kurz davor ist vor lauter Ideenlosigkeit zu explodieren.

Einen Multiplayermode hat Duke Nukem Forever auch, doch auch hier geschieht nichts tolles. Ein paar Standard Spielmodi sowie wenige Level machen Duke Forever nicht zum Multiplayerkracher. Ein paar User berichten ebenso von lästigen Lags im Spiel, doch während des Tests ist sowas nicht aufgefallen.

Wir alle haben vom Duke kein technisches Wunder erwartet und das ist auch eingetroffen. Die Grafik ist wirklich steinalt. Verwaschene Texturen, durchschnittliche Charaktermodelle sowie unspektakuläre Animationen sorgen gerade nicht für einen grafischen Leckerbissen. Die Ladezeiten sind selbst am PC viel zu lang. Wenigstens ist der Sound vom Spiel gut, und diesem Part widmen wir einem eigenen Sub Review zu! Schließlich wurden hier die drei Headsets getestet.


Soundtest mit Speedlink Medusa NX, Roccat Kave und Roccat Kulo

Fangen wir mal „klein“ an. Der Sound von Duke Nukem Forever bietet eigentlich alles. Von den oft erwähnten Sprüchen, hin zu rockiger Musik bis zu bassreichen Waffengeräuschen. Wenn man all diese Elemente wirklich genießen will, braucht man ein gutes Headset.

Das Speedlink Medusa NX Stereo Headset gibt es ca. für 30 Euro und erfüllt all diese Kriterien. Der Sound kommt klar rüber und vorallem der Bass ist eindrucksvoll. Dank weichen Earpads trägt sich das Headset auch wunderbar. Zu dem Preis wird ein wirklich super Headset geliefert. Während des gesamten Spiels trat kein Rauschen oder sonstige Soundprobleme auf.

Noch besser kam aber das Roccat Kulo Stereo Headset mit Virtual 7.1 rüber. Das Headset verfügt zwar nur über zwei Lautsprecher, aber der 7.1 Effekt ist unglaublich. Es wird eine 7.1 USB Soundkarte mitgeliefert, die eben Stereo Signale speziell verarbeitet und das funktioniert tadellos. Man hört im Spiel richtig was um einen passiert. Links, rechts, oben, unten, überall!

Ein wirklich beeindruckendes Headset, das beim Duke Sound geniale Arbeit geleistet hat. Auch von der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Für ca. 80 Euro bekommt man ein echtes Premium Headset geboten.

Was ist besser als virtuelles 7.1? Na echter 5.1 Surround Sound! Hierzu muss man aber nicht seine ganze Wohnung umbauen, sondern diese Technologie wurde im Roccat Kave vereint. Wenn Duke Nukem ein Headset kaufen würde, dann hätte er sich bestimmt für das Roccat Kave entschieden. Der Unterschied zwischem virtuellem 7.1 und reinem 5.1 Sound ist hörbar. Die Gegnerortung ist damit noch präziser und der Klang ist dank der vielen kleineren Lautsprecher ebenso feiner.

Besonders praktisch ist das mitgelieferte Soundpanel, mit dem man die einzelnen Lautsprecher (Bass, Center, usw.) steuern kann. Das Roccat Kave ist durch den echten 5.1 Sound schwerer als die anderen beiden Headsets, doch der Tragekomfort leidet nicht darunter. Dank dickeren Polstern am Bügel stört das Zusatzgewicht nicht.

Wer Duke Nukem in hochwertigem 5.1 anhören will, muss rund 90 Euro hinblättern. Im Vergleich zu einem „Stand 5.1 System“ ist das aber halb so wild. Schließlich ist auch die Verarbeitung genial.


Fazit Duke Nukem Forever

Was haben die Entwickler bitte da abgeliefert? Duke Nukem Forever beginnt wahnsinnig geil und dann stürzt das Spiel extrem ab. Es scheint wirklich so als ob Gearbox einfach irgendwas auf dem Markt schmeißen wollte. Marketing wurde ja genug betrieben. Nostalgiefaktor hin oder her, das Spiel ist langweilig.

Selbst heutige Arcade Titel bieten mehr Abwechslung. Wäre es nicht Duke Nukem hätte ich schon nach den ersten Missionen abgedreht. Duke Nukem Forever hätte in dieser Form nie erscheinen dürfen. Es fehlt der Geist. Es fehlen die Urväter von 3D Realms.


Fazit Headsets

In Sachen Sound gibt es nur positives zu melden. Alle Headsets haben bei Duke Nukem Forever wirklich einwandfrei funktioniert und gute Arbeit geleistet. Für Einsteiger empfiehlt sich das Medusa NX Stereo Headset, da vorallem der Preis sehr gut ist. Das Roccat Kulo Stereo Headset mit Virtual 7.1 sowie Roccat Kave sind aber die echten Könige.

Beim Spiel haben sich die Stärken der beiden Headsets gezeigt. Das Geld ist super investiert. Wer eine echte 5.1 Soundkarte hat, nimmt natürlich das Roccat Kave.

Es wurde die PC Version getestet
Danke an Speedlink und Roccat für die Testmuster!

Post von JoeBlack | 15 Jun 2011 | 13:40 pm and tagged , , , , ,


2 Kommentare für “Review: Duke Nukem Forever feat. Headset Test”

  1. gutes review, passend zur neuzeit

  2. [...] Nukem Forever wurde von etlichen Magazinen zerlegt. Wie konnte es dazu kommen? Hat Gearbox Schuld an der Sache? Wäre das Spiel von Anfang an so [...]

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