Review: Sniper Ghost Warrior

Sniper hatten schon immer etwas mystisches. Immer wenn man im virtuellen Kriegsfeld von Gegnern umzingelt wurde, half ein Scharfschütze weiter. Wie wäre es wenn man mal selbst diese Rolle übernimmt?

Nun das geht jetzt in Sniper: Ghost Warrior! Tarnen, verstecken und abwarten lautet das Motto. Naja nicht ganz, denn schließlich gibt es doch noch einen Actionpart. In diesem Review werden die Scharfschützenkünste des Spiels auf die Probe gestellt.

Sniper: Ghost Warrior, kennt ihr bereits? Gut möglich, denn das Spiel gibt es schon seit längerer Zeit für die X360 und den PC. Jetzt ist es auch für die Playstation 3 erschienen und es unterscheidet sich kaum von der Urversion. Es wurden nur neue Waffen, ein paar Multiplayermaps und Modi sowie weitere Missionen für den Einzelspielermodus hinzugefügt. Ansonsten ist alles gleich geblieben!

Wie der Titel unschwer erkennen lässt dreht sich hier alles ums „snipern“. Als Mitglied einer Super-Duper-Elite Militär Truppe muss man eine Militärdiktatur stürzen, um die Freiheit der Einwohner zu sichern. Ihr bringt sozusagen Demokratie durch Waffengewalt ins Land, haha. Das Spiel lässt sich eigentlich in zwei Missionstypen unterteilen: In jene wo man wirklich unentdeckt bleiben muss und in reine Baller-Missionen.

Bei Stealth Missions muss man die komplette Dschungel Umgebung nutzen, um langsam einen Feind nach dem anderen mit seinem 50.000 Dollar Sniper Gewehr zu eliminieren. Hier ist Tarnung wirklich das A und O – wer sich nicht daran hält wird schnell den Game Over Screen sehen. Als Besonderheit in solchen Sniper Missionen wurde im Game die Bullet Cam eingebaut. Versucht man einen Gegner aus weiter Entfernung auszuschalten, so verfolgt die Kamera die abgeschossene Kugel bis ans Ziel.

Das sieht sehr geil aus! In der Theorie mag Sniper Ghost Warrior ein wirklich spannendes Spiel sein, da man gerade als Sniper Nervenkitzel pur spürt. Doch nach ein paar Missionen kommt man drauf, dass den Entwicklern die Ideen ausgegangen sind. Viel zu oft muss man das selbe tun und auch der Verlauf ist strikt linear. Es wird zwar nie richtig langweilig, doch dem Spiel fehlt einfach der besondere Pepp.

Hinzu kommt noch ein absolutes KI Problem. Mal sind eure Gegner strohdumm und merken nicht einmal, dass gerade neben ihnen ein Kollege umgenagelt wurde. Ein anderes mal sind sie aber so überperfekt und sehen euch bereits aus vielen Metern, obwohl man eigentlich unsichtbar sein sollte. Naja, das ist halt ein großer Frustfaktor. Das Leveldesign verbirgt auch seine Tücken.

Manchmal kommt man als Spieler einfach nicht weiter und muss einen unnötigen Umweg gehen. Beispielsweise ist es oft nicht möglich direkt vom Wasser ans Land hochzusteigen, weil das Ufer um ein Stückchen zu hoch ist oder weil der Held irgendwie komisch abrutscht. Glitch? Bug? Keine Ahnung!

Neben der Singleplayerkampagne verfügt Ghost Warrior auch über einen Multiplayermodus, der Capture the Flag und andere Spielvarianten anbietet. Aufgrund des Playstation Network Ausfalls war es leider nicht möglich diesen zu testen. Grafisch macht Sniper: Ghost Warrior insgesamt einen guten Eindruck. Die Sichtweite ist gerade bei so einem Sniperspiel besonders wichtig und darauf wurde auch wirklich geachtet.


Fazit:

Sniper: Ghost Warrior hat Stärken und Schwächen. Die Snipermechanik funktioniert super und sorgt für pursten Nervenkitzel, doch wesentlich mehr bietet das Spiel nicht. Das Missionsdesign lässt viel zu wenig Spielraum übrig und die KI schwankt extrem.

Dennoch kann man hier von keinem Totalreinfall reden. Das Spiel bewegt sich in der Kategorie Oberes-Mittelmaß. Für einen Neupreis von rund 35 Euro ist das auch voll okay!

Danke an UbiSoft für das Testmuster!
Es wurde die PS3 Version getestet.

Post von JoeBlack | 15 May 2011 | 19:11 pm and tagged , , ,


5 Kommentare für “Review: Sniper Ghost Warrior”

  1. die grafik im trailer erinnert an einen ps2-titel, den man dann doch noch für nextgen rausgebracht und dafür ein wenig poliert hat. :x

  2. In echt schaut das Spiel gut aus. Also kein Crysis 2, aber für ein PS3 Spiel dennoch gut :P
    Die Grafik ist halt sehr…grün wegen dem ganzen Dschungel haha

  3. über ein jahr schon für xbox draußen und dann krieegt die ps3 version ein eigenes review? :P

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  5. Ich weiß, dass es die X360 schon lang gibt, aber die PS3 Version ist erst vor kurzem erschienen! ;)

    Die X360 Version haben wir damals nicht getestet – jetzt haben wir ja bessere Connections ;)

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