Review: Killzone 3

Oft wird Killzone mit der Halo Serie verglichen: Schließlich ist das Spiel rund um den Masterchief das Shooter Aushängeschild der Xbox und Killzone ist das selbe…nur eben auf der Playstation. Halo Reach kam voriges Jahr raus und hat eine Glanzleistung vollbracht, nun ist Killzone 3 erschienen und muss sich damit messen.

Mal ehrlich, dieser Vergleich ist doch total idiotisch. Viel zu oft gab es zwischen diesen zwei Titanen einen Kampf, dabei ist das doch total unfair! In Halo kämpfen Menschen gegen Aliens und in Killzone prügeln sich Engländer gegen Endländer mit rotleuchtenden Augen. Sehen wir uns Killzone 3 mal als neuen Shooter für die Playstation 3 an – ganz ohne Fanboyismus und irgendwelchen Vorbelastungen.

Killzone 3 wurde bereits Wochen vor dem Release mit großen Werbetrommeln angekündigt! Vorallem der 3D Support wurde stark umworben. Ja, es gibt extra für das Spiel sogar eine Plastik-Puffn (Waffe), die als Zielvorrichtung für den Move Controller dient. Na dann muss Killzone 3 doch großartig sein oder? Großartig wäre überbewertet. Doch nun mal paar Hard Facts zum Game:

Der Shooter hört ziemlich genau dort auf wo Killzone 2 endet und der Kampf zwischen der ISA sowie den bösen Helghast geht nahtlos weiter. Wer den zweiten Teil der Killzone Serie gespielt hat, wird sich sofort wieder ins Gameplay einfinden. Die Änderungen verbergen sich aber im Detail.

Anstatt nur Stadtmissionen zu bieten wurde jetzt das Map Arsenal wesentlich vergrößert und so findet man sich mal in der Arktis oder auf riesengroßen Mülldeponien wieder. Vom Umfeld her ist Killzone 3 viel Abwechslungsreicher als Killzone 2! In Punkto Linearität sind aber beide Spiele komplett gleich geblieben. Schießsequenz, Video, Schießsequenz, Video, und so weiter.

Man hat keine Möglichkeit die Mission in eine andere Richtung zu biegen, man folgt nur einem geraden Pfad. Die Designer haben sich aber richtig ausgetobt und die Missionen so unterschiedlich wie möglich gestaltet. Mal sitzt man in einem riesen Roboter und mäht alle Gegner nieder, mal gibt es eine Verfolgungsjagd. Ganz öde sind die Missionen dadurch nicht. Vorallem die Bossfights sind wirklich episch geworden. Etwas allzu Neuartiges darf man sich aber nicht erwarten.

Wirklich neu ist hingegen der Coop Mode, der es erlaubt die ganze Kampagne mit einem Freund zu spielen. Dieser Modus funktioniert nur offline und auch nur via Split Screen. Ganz wie in alten Tagen! Meiner Meinung nach ist das nicht schlimm, da gerade Coop so mehr Spaß macht.

In Sachen Multiplayer geht es aber noch weiter in die Tiefe. Der aus Killzone 2 bekannte Online Spielmodus Warzone ist wieder da und ist so actionreich wie eh und je. In Warzone müsst ihr euch für eine Klasse (Medic, Engineer,…) entscheiden und verschiedenen Ziele (zb.: bestimmte Person killen) erfüllen.

Diese Mini Missionen variieren aber von Minute zu Minute und es entsteht eine unglaubliche Dynamik. Zusätzlich sammelt man während den Multiplayermatches Erfahrungspunkte, um verschiedenste Extras freizuschalten.

Wie schon erwähnt bietet das Spiel auch einen 3D- und Move-Support an. In Sachen 3D Darstellung funktioniert Killzone 3 richtig gut und wirkt nicht übertrieben. Gerade bei den Videosequenzen kommt der Effekt am besten rüber.

Wenn man einen 3D Fernseher hat, so wird man Killzone 3 gerne in 3D spielen. Das Game lässt sich zwar auch mit dem Move Controller steuern, aber das ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Trotz Übung, fühlt man sich unwohl und die Steuerung wirkt träge. Da bleibt man lieber beim klassischen Controller!


Fazit:

Killzone 2 war damals top und das neue Killzone 3? Nun, es ist gut! Man muss aber ehrlich gestehen, dass es sich hierbei um kein wirklichen Muss Titel handelt. Das Spielprinzip ist viel zu linear und die Missionen werden nur durch Fahrzeugfahrten aufgelockert – ansonsten herrscht stink normale Schießerei Action. Für heutige Verhältnisse etwas zu wenig. Da hilft selbst das abwechslungsreiche Leveldesign nicht.

Wer allerdings nur eine PS3 zu Hause stehen hat und nach einem coolen, kompromisslosen Shooter sucht, kann ruhig zugreifen. Auch Leute mit einem 3DTV dürfen sich auf ein nettes Erlebnis freuen. Mit einem Wort: Obere-Mittelklasse.

Post von JoeBlack | 15 Mar 2011 | 21:17 pm and tagged , , ,


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