Review: Assassin’s Creed Brotherhood

Ezio Auditore da Firenze ist wieder da! Von Florenz verschlägt es ihn gleich nach Rom, um einer bösen Verschwörung ein endgültiges Ende zu setzen.

Mit dem neuen Setting und verschärftem Stealth-Gameplay will Assassin’s Creed: Brotherhood wieder die Spielegemeinde in den Bann ziehen. Ob der Kaiser von Rom davon angetan ist, lest ihr in unserem Review.

Assassin’s Creed: Brotherhood setzt ziemlich genau dort fort wo Assassin’s Creed 2 aufgehört hat. Für komplette Neueinsteiger ist das kein Problem, da die vorigen Ereignisse in einem Video kurz und prägnant erklärt werden. Wieder einmal steht im Mittelpunkt Desmond Miles, der durch den „Animus“ (Maschine um genetisch-veranlagte Erinnerungen hochzuholen) in die Rolle des Italieners Ezio Auditore da Firenze schlüpft.

Wer die Vorgänger bereits gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen. Ezio kann ohne Probleme meterhohe Gebäude hochklettern, geräuschlos Gegner ausschalten und in der Masse untertauchen. Mit anderen Worten ist er weiterhin der bekannte „Ninja“ (Assassine) der europäischen Renaissancezeit.

Von der Story geht es diesmal etwas brisanter und noch mysteriöser zu, all zuviel soll aber nicht verraten werden. Vom Flair trifft Assassin’s Creed: Brotherhood den Nagel direkt auf den Kopf! Rom wurde in seiner Pracht wirklich gut erfasst und so kann man sich auf wunderschöne Erkundungstouren der Stadt freuen – das Colosseum, Pantheon, sowie viele weitere Sehenswürdigkeiten sind vorhanden. Natürlich muss man hier nicht stundenlang in der prallen Hitze Schlange stehen, wie man es sonst von einem Rom Urlaub gewohnt ist. Das Team von UbiSoft hat die Stadt glaubwürdig ins Spiel integriert und das gibt Brotherhood eine unbeschreibliche Atmosphäre.

Diese Atmosphäre alleine reicht natürlich nicht, um ein motivierendes Spiel zu entwickeln. Die Haupt Missionen führen linear durch die Story und sind zumindest vom Schauplatz her immer wo anders angesiedelt. Sieht man jedoch näher mit einer Lupe hin, so erkennt man doch Gemeinsamkeiten: Im Prinzip muss man entweder irgendwo mittels Geschick eine Hindernisbahn durchqueren, jemanden verfolgen oder einfach wen killen.

Die Aufgaben leben hauptsächlich von der Story und nur zum Teil vom tatsächlichen Gameplay. Klar ist es spaßig und spannend jemanden zu observieren ohne entdeckt zu werden, aber ein großer Sprung zu den Vorgängern ist es nicht. Die bekannten Stilelemente wurden größtenteils nur aufgewärmt.

Neu ist allerdings, dass sich Ezio diesmal Hilfe von Assassinen holen kann. Freiwillige Bürger schließen sich Ezio an und werden selbst zu einem Assassinen und können direkt im Spiel eingesetzt werden. Das lockert alles ordentlich auf und bietet somit einen Hauch an Innovation.

Diese kleinen Helferlein können vorallem bei heißen Kämpfen Ezio richtig gut unter die Arme greifen! Dank einem Skillsystem werden die Assassinen ebenso immer stärken und spielen eine wichtige Rolle in Assassin’s Creed: Brotherhood.

Neben der eigentlichen Hauptaufgabe lässt sich Rom auch auf eigene Faust erkunden, um Nebenmissionen zu machen oder die finanzielle Lage von Ezio zu verbessern. Es ist möglich Geschäfte (Schmied, Doktor, usw.) zu kaufen, um an mehr Geld zu kommen. Gleichzeitig verschönert man damit auch das römische Stadtbild!

Auch auf einen Multiplayermodus wurde diesmal nicht vergessen. Mehrere Assassinen laufen verdeckt in einer Spielwelt herum und müssen versuchen sich gegenseitig umzulegen. Das Spielprinzip geht aber komplett vom klassischen Deathmatch weg. Schließlich soll man nicht irgendeinen Mitspieler vernichten, sondern einen ganz bestimmten.

Hierzu sollte man sich so unauffällig wie möglich in der Masse bewegen und ja nicht auffallen. Man wird schließlich von einem der anderen Spieler auch gejagt! Diese Spielmodi funktioniert wirklich gut und macht durchaus Laune. Ist mal was anderes als dieses typische „boom,boom“.

Aus technischer Sicht zeigt sich Brotherhood sehr solide. Bugs sind (bislang) keine untergekommen und der Ton ist dank tollem Soundtrack sowie exzellenter englischer Synchronisation traumhaft. Nur bei der Grafik gibt es Abstriche, da die Framerate in gewissen Spielsituationen merkbar runtergeht und auch Texturen in der Landschaft allmählich auftauchen. Tragisch ist das allerdings nicht.


Fazit:

Ezios Reise nach Rom ist wirklich spannend. Insgesamt fällt das Spiel richtig gut aus, auch wenn man ein paar Spielelemente nur vom Vorgänger übernommen hat. Die positiven Aspekte überwiegen: Der Flair der Spielewelt ist einmalig, die Story interessant und das neue Assassinen System trägt zur Abwechslung bei.

Auch der Multiplayermode stellt ein cooles Konzept vor. Wer Assassin’s Creed 2 geliebt hat, muss sich auch Brotherhood holen. Allgemein gesagt macht sich Assassin’s Creed Brotherhood bestimmt auch super unterm Weihnachtsbaum.

Danke an UbiSoft Österreich für das Testmuster!
Es wurde die PS3 Version getestet.

Post von JoeBlack | 30 Nov 2010 | 16:13 pm and tagged , , ,


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