iPad – Review

Das iPad – manche sagen es ist ein Netbook, andere meinen es sei ein zu groß geratener iPod Touch.

Wir haben Apple’s Gerät unter die Lupe genommen und zeigen euch die Stärken, aber auch Schwächen des iPad. Ohne Hype, ohne Fanboyismus, ganz nüchtern.

Die Frage, die ich mir vor dem Test des iPads gestellt habe war, wofür man das iPad eigentlich brauchen könnte. Surfen ist am iPhone (iPod Touch) möglich, genauso wie das Lesen von eMails. Auch das breite Angebot im App Store ist ja schon bei den kleineren Systemen vorhanden! Also wozu dann ein iPad? Sobald ich aber einmal den iPad Browser betätigt habe, wurde mir bewusst wofür das Stückchen Hardware da ist:

Auf dem Ding im Internet zu surfen ist ein Traum. Die meisten Seiten können dank des großen Display sofort komplett dargestellt werden und man hat einen sehr guten Überblick. Wie vom iPhone gewohnt, „toucht“ man sich den Weg durch die Website. Sämtliche Infos des Internets direkt in der Hand gut lesbar zu halten ist Magic – um mal Steve Jobs Worte einzubauen. Man muss das einfach selbst erlebt haben. Size does matter! ;)

Jetzt gibt’s sicher Leute, die wegen des fehlenden Flash Supports herumweinen. Jede größere Flash Video Website ala GameTrailers bietet die Videos auch als QuickTime an und dadurch ist die fehlende Unterstützung halb so wild. Außerdem ist Flash ein zweischneidiges Schwert: Einerseits werden im Netz sehr viele, coole Flash Games angeboten, die leider nicht am iPad funktionieren; andererseits will man wirklich jede blöde, bling-bling Flash Werbung am iPad sehen? Nein danke! Sicherlich, jedes Feature mehr im Gerät ist besser, aber für Flash gibt es Alternativen.

Auch in Sachen Multimedia zeigt das iPad seine Stärken. Photos mit Freunden ansehen oder Video schauen ist wirklich super. Die Möglichkeit das iPad bequem in der Runde herumzureichen, ist ebenso ein Vorteil. So kann jeder die Photos vom letzten Urlaub genau beobachten, ohne dass man was klobiges, heißes (= Notebook/Netbook) in der Hand halten muss. Bilder lassen sich übrigens auch direkt von Photokameras bzw. SD Karten ansehen…sofern man das iPad Camera Connection Kit hat.

Apple hat das iPad auch aufgrund von eBooks auf den Markt geworfen. Mittels dem App „iBooks“ lassen sich die elektronischen Bücher verwalten und klarerweise auch lesen. Je nachdem ob man das iPad lieber quer oder im Hochformat hält, passen sich die Buchseiten an. Lesen am iPad ist äußerst angenehm, da man das Gerät lässig in der Hand halten kann. Die Akkulaufzeit vom iPad ist überraschend gut. Selbst nach stundenlangem Einsatz, bleibt der Akku noch geladen.

Während dem Test ist aber auch aufgefallen, dass das iPad ein reines Indoor Gerät ist. Sobald die Sonne aufs Gerät scheint, kann man am Display nur mehr schwer etwas erkennen – ade ist der Vorteil des großen Bildschirms. Ein weiterer Nachteil ist die beschränkte Arbeitsintegration. Ja, man kann am iPad super eMails schreiben. Ja, es ist möglich auf schnellsten Dokumente zu erstellen. Was darüber hinausgeht ist schon zuviel des Guten. Selbst schnell eine News mittels einem CMS zu posten, ist beinahe zuviel. Da ist man mit einem vollwertigen Computer besser dran.

Fazit:

Das iPad ist ein völlig neues Computersystem. Es ist der Missing Link zwischen Smartphone und Netbook. Das Internet mittels dem iPad zu erforschen, ist ein tolles Gefühl. Allgemein kann man sagen: Gerade für die „Ich schau schnell mal nach!“ Momente ist das iPad wie geschaffen.

Wozu den großen Computer einschalten, wenn das iPad doch neben einem liegt! Kein langes booten, einfach einschalten und boom es ist da. Ideal ist sowas auch für Messen oder Events, wo man doch schnell einmal ein paar Notizen schreiben will oder eine eMail auf eine Antwort wartet. Das iPad ist definitiv auch zum Chillen da. Cool im Kaffee sitzen und mit dem iPad das Internet entdecken – dafür ist es gebaut. Ein vollkommener Computerersatz ist es natürlich nicht!

Leute, die das Bedürfnis haben Online sein zu müssen um Kleinigkeiten schnell und einfach zu erledigen, werden das iPad lieben. Alle anderen werden es als großen iPod Touch sehen und keinen Verwendungszweck dafür haben – Ist einfach Fakt. Daher kommt es ganz drauf an, ob man das iPad kaufen sollte oder nicht. Wenn man was damit was anfangen kann, dann darf man sich auf ein Top Gerät freuen.

Danke an Apple für das Testgerät!

Post von JoeBlack | 22 Aug 2010 | 15:04 pm and tagged , , , ,


4 Kommentare für “iPad – Review”

  1. ich find das ipad herrlich. v.a. auf der uni, wo viele unterlagen in pdf-form herumgereicht werden, erspart man sich vieles hin und her ausdrucken, aber auch nicht das gefühl ein klotz am bein zu haben (notebook). – klar, ist das ipad in dieser hinsicht luxus. denn: natürlich kommt man mit netbook/notebook genauso aus, aber ich habe mir den luxus gerne gegönnt.

    luxus sind auch teils die apps. das größere display und das “mehr” an möglichkeiten resultieren auch in einer anderen preisklasse. top-apps kosten zwischen 20 und 40 euro (was ich bisher gesehen habe).

    größtes manko, für meine bedürfnisse, bisher ist der deutsch/österreichische bookstore, der, abgesehen von der gratis-version von winnie the pooh und den büchern aus dem projekt guttenberg noch nichts zu bieten hat. – letzteres wiederum ist aber eine großartige sache. pg ist in browser form nicht wirklich zu gebrauchen, außer man möchte vllt schnell etwas “nachschlagen” (~suchen), aber in ebook-form genial. so viele interessante sachbücher und literarische klassiker *gratis* auf einem fleck bekommt man sonst nicht so schnell.

  2. Wie gesagt, wenn man fürs iPad eine Verwendung hat ist es echt einmalig! Bei uns an der FH liegt auch soviel in PDF Form herum und sich die Files durchzulesen ist spitze. Da muss man nichts hochfahren etc.

    Ich find das Gerät auch für diverse Privat Besprechungen wegen FH klasse, wo man Pläne, Ausarbeitungen vorzeigen soll. Ich hab auch nichts dagegen, wenn jemand sagt, er können nichts mit dem iPad anfangen. Ist voll, in Ordnung. Auf der GamesCom hab ich das iPad sehr vermisst. Mein Notebook einschalten während einem Event war immer stressig. Nie hat man Platz…dann ist der Akku sau schnell leer, usw. Da wäre das iPad ideal gewesen!

  3. also ich bin zwar kein businessmann aber ich habe auch ein ipad und bin richtig begeißtert…das ding kann echt alles…ich bin schon am grübeln ob ich mir das ipad 2 kaufen soll???

  4. ich brauchs nicht. schau ma mal was das 3. wird können.

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