Red Dead Redemption – Review

Immer nur Autos klauen und Großstädte zu verwüsten wie es so typisch in GTA ist, wird irgendwann fad. Wie wärs wenn man die Großstadt durch eine Westernwelt und Autos durch Pferde ersetzt?

Red Dead Redemption bringt genau diesen frischen Wind ins Genre und ist dadurch mindestens so cool wie Clint Eastwood zu seinen besten Western Zeiten! Der Revolver fürs Review ist schon vorgeladen, Partner.

Rockstar und GTA sind unzertrennlich, kein Wunder, dass Red Dead Redemption (auch von Rockstar) so sehr diesem Gangsta Epos ähnelt. Die Welt im Spiel schreit richtig danach erkundet zu werden und man hat völlige Freiheit welche Mission man machen will. Red Dead Redemption kann man wie mit einem guten Italo-Western vergleichen: Es gibt üble Schurken, harte Anti-Helden, viele Schießereien und pure Action. Genauer gesagt übernehmt ihr im Spiel die Rolle des John Marston, der mit einem Bandenchef noch eine kleine Rechnung offen hat. Die gesamte Story baut auf diesen Rachefeldzug auf! Klar hat man so eine Geschichte schon hunderte male gehört, aber in Red Dead Redemption wird sie wegen den vielen Charakteren sehr interessant geschildert.

Wo sich Rockstar besonders viel Mühe gegeben hat ist beim Missionsdesign. Um dem großen Ziel näher zu kommen, muss John Marston ein paar Aufgaben übernehmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zu Beginn ist noch alles friedlich – man hilft bisschen bei einer Ranch aus oder macht sich auf die Jagd nach wilden Pferden. Danach geht’s aber Schlag auf Schlag! Die Missionen werden actionreicher und immer einfallsreicher. Sich in einen fahrenden Minenwagen reinzusetzen und während der Fahrt paar Bösewichte abzuknallen ist Spaß pur. Oh ja, und das war nur mal die Spitze des Eisbergs.

Die gesamte Welt wirkt sehr dynamisch und überhaupt nicht künstlich. Selbst wenn man einsam wie Lucky Luke durch die Prärie reitet wird man immer wieder von zufälligen Events wachgerüttelt. Mal entwischen einem Sheriff paar Diebe und man muss sie mit dem Lasso fangen; einander mal soll man einen Überfall verhindern. Neben diesen Sachen gibt’s auch „statische Events“ wie Pferderennen, Kartenspiele und vielen anderen Aufgaben. Wurscht wie mans dreht, je mehr man im Spiel davon erledigt umso schneller steigt der Ruhm des Helden sowie seine Ehre.

Man mag vielleicht denken, dass gerade so ein actiongeladenes Spiel besonders hektisch ist und man wie wild am Joypad rumfuchtelt, doch Rockstar hat ein kleines Gameplayelement eingebaut das dem Problem etwas entgegensteuert. Mit einem Knopfdruck landet man im „Dead Eye“ Modus, der das Spiel verlangsamt und eine Art automatisches Ziel aktiviert. Damit lassen sich selbst große Gegnerhorden während einer Reitszene ausschalten. Dieser Modus ist allerdings nicht immer aktivierbar! Er lädt sich erst mit der Zeit auf bzw. wenn man wieder eine bestimmte Anzahl an Gegnern umgenagelt hat.

Für alle Multiplayerfans hat Red Dead Redemption auch noch was zu bieten: Einen Onlinemodus für bis zu 16 Spieler. Hier ist es möglich verschiedenste Spielmodi (Deathmatch, Capture the Flag, usw.) gegeneinander auszuprobieren oder einfach mit paar Freunden frei durch die Wild-West Landschaft zu galoppieren. Die Modi sind zwar alle gut, aber bei weitem nicht der Kaufgrund Nummer Eins. Es ist aber schön, dass ein Multiplayermode integriert wurde.

Auch grafisch macht Red Dead Redemption einen soliden Eindruck. Die weitsicht ist für die aktuelle Konsolengeneration super und der Grafikstil passt wie angegossen. Die Animationen wurden direkt von GTA übernommen – das sieht man vorallem an der Gangart und am Hüpfen. Ansich steuert sich Red Dead Redemption so wie jedes andere 3rd Person Game, aber die Pferdesteuerung ist etwas träge. Vorallem in Kurven wirkt es eher so als würde man auf einem LKW sitzen. Das ist aber auch nicht so tragisch.

Fazit:

Red Dead Redemption ist mal was neues! Es mag zwar noch immer ein Tschim-Bumm Titel ohne eine Seitenlange Story sein, doch das ist wirklich egal. Diese Italo-Western Atmosphäre ist einfach grenzgenial und die Missionen sind total super inszeniert. Vorallem die Welt wirkt total seriös und nicht aufgesetzt.

Also wer genug vom „Großen Autodiebstahl“ hat, sollte mit Red Dead Redemption mal aufs Pferdestehlen umsteigen. Es lohnt sich!

Vielen Dank an Gutschein-Codes.de für das Testmuster, wo ihr auch einen Softwareload Gutschein, Voelkner Gutscheincode  und ELV Gutscheincode findet!

Es wurde die X360 Version getestet.

Post von JoeBlack | 21 Jun 2010 | 22:33 pm and tagged , , , , , , , , , ,


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