Mount and Blade: Warband – Review
Riesige Schlachten, auf denen hunderte Männer um ihr Leben sowie für den Sieg ihrer Nation kämpfen. Direkter Kontakt, Auge um Auge, Zahn um Zahn und die Erde ist blutgetränkt.
Ein Szenario, das für uns heutzutage absolut undenklich ist. Heute heißt es: Knopf drücken, boom, tschüss. Im Mittelalter war das halt noch anders. Das Spiel Mount and Blade: Warband führt uns direkt in diese mittelalterliche Welt und zeigt wie düster es noch vor Jahrhunderten zuging. Geschichtsunterricht im Action-RPG Stil? Klingt doch gut, oder?
Mount and Blade: Warband erinnert stark an ein klassisches RPG. Am Anfang der Einzelspielerkampagne muss man sich durch etliche Fragen klicken, die am Ende die Fertigkeiten (Charme, Handel, Waffenfähigkeiten, etc.) eures Charakters definieren. Nach dieser Grobauswahl folgt die freie Skillung, bei dem ihr eure Helden Attribute etwas selbst verfeinern könnt. Und dann landet man auch schon in der Welt und hat ein Ziel: Nämlich gar keins!
Ja, in Warband darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen und die Geschichte selbst schreiben. Das wiederum geschieht durch Quests, die euch durchs ganze Land treiben und mit verschiedensten Leuten in Kontakt bringen. Diese Aufgaben variieren ziemlich stark: Vom einfachen Auftragsmord bis hin zum freundlichen Botendienst ist alles dabei. Wie schon vor Jahrtausenden beherrscht auch in diesem Spiel das Geld die Welt. Der Handel spielt eine sehr wichtige Rolle und auch hier muss man sich erst einmal hocharbeiten bis die Leute euren Respekt bekommen. Besonders gescheite Leute heiraten natürlich einfach reich.
Diese Features wurden jetzt besonders gebündelt dargestellt, doch das Game hat eine enorme Tiefe. Alle wirkt so echt, alles was man tut hat eine Konsequenz und man fühlt sich total ins Mittelalter (im positiven Sinne!) zurückgeworfen. Man kann den Charakter während des gesamten Spielverlaufs ständig weiterskillen und so sieht man von Spielstunde zu Spielstunde zu, wie er sich weiterentwickelt. Am aller coolsten, und darauf legt Warband richtigen Wert, sind die epischen Schlachten. In manchen Spielsituationen wird man zur Pflicht gerufen sein Land vor Eindringlingen zu verteidigen und das geschieht eben in solchen Kämpfen.
Hier kämpfen nicht fünf gegen fünf, oder zehn gegen zehn – viel, viel viel mehr. 50? 90? Es sind soviele, dass der Bildschirm im First Person Mode total gefüllt ist. Trotz dieses Wuselfaktors kennt man sich am Schlachtfeld immer gut aus und auch das Kampfsystem ist dank der direkten sowie einfachen Handhabung, super gelöst.
Es spielt sich eben wie ein Actionspiel! Bei den Waffen kommt natürlich auch alles vom Mittelalter zum Einsatz: Speer, Armbrust, Schwert, alles erdenkliche. Glückliche dürfen sogar auf dem hohen Ross ins Feld ziehen. Diese Kämpfe machen wirklich viel bei diesem Spiel aus, aber auch die sonstigen RPG-typischen Sachen sorgen für viel Motivation.
Es ist ebenso möglich diese geilen Battles im Multiplaymode zu erleben! Bis zu 64 Spieler können gegeneinander in zwei Modi (Schlacht, Eroberung) auf verschiedenen Maps (Wüste, Oase, Steppe,..) antreten. Besonders spannend ist der Eroberungsmodus, bei dem man eine Burg stürmen bzw. verteidigen muss. Das erfordert starken Teamgeist sowie eine ausgeklügelte Taktik, da die Wege für beide Teams ziemlich eng und direkt sind.
Technisch ist Mount and Blade: Warband sehr solide. Die Grafik ist passend, wenn auch kein High End Leckerbissen und die Schauplätze wirken lebendig.
Fazit:
Mount and Blade: Warband lässt einen direkt ins mittelalterliche Leben eines Ritters mit all seinen kämpferischen Facetten eintauchen. Das Spielprinzip ist sehr gut durchdacht und ist dank der vorhandenen Tiefe mehr als motivierend. Besonders die großen Schlachten mit direktem Feindkontakt reißen das Adrenalin nach oben.
Abgerundet wird das ganze durch einen echt guten Multiplayermodus mit absolutem Suchtfaktor. Wer mal die Laserpistole oder das Sturmgewehr gegen ein klassisches Schwert eintauschen will und ein Spiel mit „Mittendrinn“ Gefühl sucht, muss sich Mount and Blade Warband zulegen. Ein wirklich interessanter Titel, zu einem guten Preis! (ca. 30 Euro)
Danke an TaleWorlds für das Testmuster!

















Ich kann nur jedem, der am Singleplayer Modus Interesse hat, den Rat geben die Finger von diesem Produkt zu lassen.
Wie ich es nicht anders von Paradox kenne ist das Spiel, mit gutem Willen, auf dem Stand Beta getestet zu werden aber sicher nicht verkaufsfertig.
Mir sind im Spiel keine groben Probleme aufgefallen. Stürzt es bei dir ab oder wie?
Also es wirkt wirklich etwas unfertig…vorallem weil mit nem neuien patch grad erst eigene Läden eingeführt wurden…da is der text noch zu 50% englisch…
Aber davon mal abgesehen is das spiel sowas von fesselnd…auch im singleplayer…die welt ist lebendig und die schlachten sind genial…
Ich liebe dieses Spiel