Aliens vs. Predator – Review

Der Shooter Aliens vs. Predator 2 eroberte 2001 den PC Markt und schlug ein wie eine Bombe. Jetzt haben wir 2010 und der neueste Teil der Serie ist da! Mit dem schlichten Namen Aliens vs. Predator will SEGA an den großen Erfolgt des Vorgänger anknüpfen.

Neun Jahre liegen nun dazwischen und die Community ist heiß auf den Titel – der Hype hat’s gezeigt! Wie sehr das Spiel die Erwartungen erfüllt, lest ihr in unserem Review. Aber Vorsicht! Der Kritik-Predator versteckt sich überall.

DVD Plastikfolie zerfetzen, X360 einschalten und DVD reinhauen. Viel zu lange hab ich schon auf einen neuen Aliens vs. Predator (AvP) Titel gewartet! Arr, war das lässig damals am PC als Predator unwissende Marines zu jagen oder sich als Chestburster durch einen Menschen zu beißen. Das waren noch richtig gute PC Spiele.

Vom Grundkonzept ist auch das neue AvP Spiel gleich. Es gibt drei Kampagnen: Alien (Xenomorph), Predator sowie Marine, doch der Teufel liegt im Detail. Einfach eine „Charakterauswahl“ zu kopieren macht noch kein Elite-Game aus. Hier schnell alle Kampagnen kurz angeschnitten:

Predator: Der Predator liebt die Jagd und Menschen sowie Xenomorphs haben einen heiligen Ort entweiht. Diese Ketzer gehören vernichtet, natürlich im Predator Style. Man schwingt sich wie ein Jäger, komplett getarnt, von Versteck zu Versteck. Beobachtet die Eindringlinge und wartet auf den richtigen Moment um zuzuschlagen. Hierbei helfen euch mehrere
Waffen sowie Sichtmodi. Die Kunst bei dieser Kampagne ist es so wenig wie Möglich aufzufallen und den Überraschungsmoment zu nutzen.

Alien (Xenomorph): Gezüchtet in einem Labor, gelingt dem Alien „Number Six“ die Flucht. Während des Ausbruchs werden alle anderen Alien „Kollegen“ freigelassen und die Menschen bekommen jetzt richtige Probleme. Die Dunkelheit ist der Freund, Krallen, Klettern sowie Geschwindigkeit sind die Waffen, und Gehirn ist die Lieblings-Mahlzeit von Number Six. Diese paar Schlagworte sollten reichen, um zu wissen was hier so abgeht.

Marine: Oje, der arme Marine. Der hat einfach nur die Arschkarte gezogen. Er hat keine Hightech Kräfte wie der Predator und ist auch nicht so Flink wie ein Alien. Einzig und allein sein Bewegungssensor zeigt an wo sich ein Feind befindet und ein Maschinengewehr schützt ihn. Bei vollkommener Dunkelheit weißt ihn nur eine Taschenlampe den richtigen Weg. Da ist der Horror schon vorprogrammiert. Der Sensor piepst, der Herzschlag geht in die Höhe, der Finger drückt fest am Abzug. Verdammt, es war nur eine vorbeilaufende Ratte!

Obwohl sich die drei Kampagnen komplett anders spielen und gameplaymäßig stets einen eigenen Fokus setzen, gibt es doch etliche Gemeinsamkeiten. Die drei Stories sind ineinander verzahnt und das hat auch Auswirkungen auf die Missionen. Beispielsweise muss man als Predator den gesamten Strom abschalten – diese Tat macht sich in der Marine Mission bemerkbar: Aufeinmal gehen alle Lichter aus. Diese Verzweigungen gehen in alle Richtungen und geben dem Singleplayermode einen kleinen Kick, da die Aha-Momente einen Sinn ergeben. Leider ist aber eine sinnvolle Geschichte so gut wie nicht vorhanden und das macht sich beim Leveldesign bemerkbar.

Egal ob Alien, Predator oder Marine, die einzelnen Level sind strikt linear und geskriptete Sequenzen gibt es so gut wie überhaupt nicht. Man kämpft sich nur von Anfang bis ans Ende! Ab und an haben die Entwickler auch paar nette Ideen gehabt (z.B.: Kopf eines Security abreißen, um durch einen Augenscanner zu kommen), doch diese Elemente wurden viel zu selten benutzt. Was den Spielspaß dennoch interessanter macht, ist die Fähigkeit Feinde zu exekutieren. Sprich: Man schleicht sich an den Feind ran, drückt eine Taste und schon startet eine brutale Sequenz. Man muss sich den Spaß nunmal selbst generieren und wird nicht an der Nase herumgezogen.

Aliens vs. Predator verfügt auch über verschiedene Multiplayermodi. Neben dem klassischen Deathmatch, bietet das Spiel auch „Survivor“, „Predator Hunt“ und „Infestation“ an. Survivor ist davon der aller coolste, da er kooperativ ist! Vier Marines müssen eine Alien-Welle nach der anderen killen – da kommt man sich gleich wie im Alien Film vor. Bei Predator Hunt spielt irgendwer für eine kurze Zeit den Predator und muss Marines jagen. Wenn ein Marine den Predator tötet, so wird er zum Jäger. Infestation ist so ähnlich!

Als Alien soll man Menschen vernichten. Gelingt das wird der Mensch ins Alien Team geschmissen. Also die Mehrspielermodi sind definitiv cool geworden. Egal für welche Seite man sich entscheidet, man ist nicht benachteiligt. Jede Klasse hat seinen eigenen Reiz sowie Vor- und Nachteile. Man muss nur die richtige Taktik haben, um zu siegen! Etwas störend ist, dass man nach jedem Match wieder ins Multiplayer Hauptmenü geworfen wird und man dann nochmals alles durchdrücken muss. Was haben sich die Entwickler dabei gedacht? Wäre es nicht lässiger gewesen mit der Party einfach noch eine Runde zu spielen? Anscheinend nicht.

Fazit:
Aliens vs. Predator hat viel Potential, doch das wurde wegen der zu starken Linearität hergeschenkt. Die Fähigkeiten der verschiedenen Charaktere sind geil wie eh und je, doch man will einfach mehr. Das Spiel ist nicht schlecht, aber auch keine neue Ikone. Es ist ein simpler Shooter, bei dem man sich den Spaß selbst kreieren muss – hier ist die Eigenkreativität gefragt. So wie bei Oldschool Shootern.

Als AvP Fan muss man sich das Spiel dennoch holen, da es genau das bietet was man will: Einen epischen Kampf zwischen Alien, Marine und Predator. Ohne eine große Story, einfach prügeln. Der Multiplayermodus ist hingegen gelungen! Also, Aliens vs. Predator kommt zwar nicht an seine Vorgänger ran, ist aber auch weit weg von übel. Ein Spiel für Fans oder für alle, die Action wollen ohne große Kompromisse.

Es wurde die X360 Version getestet!

Post von JoeBlack | 24 Feb 2010 | 12:54 pm and tagged , , , , , , , ,


4 Kommentare für “Aliens vs. Predator – Review”

  1. mir taugts. auch wenn, wie bei so vielen anderen franchises mehr drin gewesen wäre.

  2. Ihr testet’s Konsolen-Shooter? Graust’s euch vor gar nix? :P

  3. Es ist einfach schade man hat viel erwartet singel player fürn arsch auf deutsch leider da find ich avp2 immer noch besser ^^

  4. AvP2 ist schließlich unschlagbar :D

    Uuuh auf Deutsch ists sicher bitter :x

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