Dishwasher: Dead Samurai [XBLA] – Review

Ich muss zugeben, The Dishwasher: Dead Samurai ist schon sehr lange auf meinem Radar. Damals, als man noch ohne Probleme auf dem US-XBL-Marktplatz Demos von XNA Spielen runterladen konnte, hatte es mir dieser Titel besonders angetan.
Heute, fast zwei Jahre später, ist das Siel fertig und auf dem Marktplatz erhältlich – ob das spiel so hoat und awesome ist, wie es der Name verspricht (Samurais sind fast so cool wie Ninjas) lest Ihr in unserem Review.
The Dishwasher: Dead Samurai ist ein 2D-Action-Plattformer, der durch Oldschool-Gameplay und einzigartige Optik hervorsticht. Erstmal bisschen Namedropping: James Silva von Ska Studios, der unter anderem auch schon mit der innovativen Idee Zomberman (Bomberman mit Zombies) auf sich aufmerksam machen konnte, hat The Dishwasher im Alleingang aufgezogen.
Wie schon erwähnt, ist es ein 2D-Plattformer, der eher an alte Zeiten erinnert, sei es vom Gameplay oder vom Schwierigkeitsgrad. Hauptsächlich bewegt man sich in Double Dragon Manier von der linken zur rechten Bildschirmhälfte und säubert die Umgebung von den Bösewichten. Als Gegner laufen einem einfache Agenten mit Anzug und Krawatte sowie Spezialeinheiten die sich von der Decke abseilen oder auch obstrusere Gegner wie Zombies und Roboter über den Weg.
Ein Highlight das für Abwechslung sorgt, sind die Zwischenbosse und Bosse jedes Levels. Vor jeder Zusammenkunft gibt es einen kurzen Dialog, der in Comic Strips gut in Szene gesetzt wird und sobald man etwas mehr vom Protagonisten erfährt, reißt der Informationsstrang ab und man befindet sich schon im Kampf gegen den Widersacher.

Metzel! Schnetzel! Hexel! Zerfetzel!
Der Kampf ist so, wie man es sich von einem 2D-Prügler erwarten würde. Ihr habt die X-Taste für leichte Angriffe, Y für starke Angriffe, B für Sprünge und den rechten Analg Stick zum Dodgen. Gerade damit sollte man sich schnell anfreunden, da man ohne die Kunst des Dodgens schnell als toter Samurai endet. Im Spielverlauf legt man Hand an verschiedene Waffen, welche alle unterschiedlich sind. Beginnend mit dem von Anfang an verfügbaren Katana, bis zu den Hackbeilen, Sicheln und einer Schrotflinte.
Ab Mitte des Spieles gibts sogar eine Kettensäge, die eigentlich total overpowered ist, wenn man immer den Hard Attack Button spammt – dafür gibts aber keine Punkte, da keine Combos aufgebaut werden. Ein großer Pluspunkt für Dishwasher: The Dead Samurai ist auch die Grafik, bzw das Art Design. Schöne verwaschene Texturen, düstere, starke Kontraste. Die einzige Farbe im Spiel ist das Blut eurer Gegner, welches euch oft entgegen kommen wird. Da man jeden Gegner mit einem Finishing-Move erledigen muss, bevor es weiter geht, sieht man diese Animation sehr oft, anfangs wird man gut unterhalten, dafür wird es aber später etwas eintönig und hektisch.

Wo?! Was?! Oida!?!
Beim Sound haperts gewaltig; die Musik besteht eigentlich nur aus zwei Tracks. Der eine wird abgespielt, wenn man im Kampf ist und der andere, wenn man unterwegs ist. Anfangs fällt es einem nicht so auf, aber nachdem man das Kombo System raus hat und beginnt das Spiel als Ganzes zu genießen, stört es schon gewaltig. Sound Effekte sind auch nicht gerade erwähnenswert, und hören sich leider fast alle gleich an, wenns darum geht Leute zu zersäbeln..Vielleicht ist etwa z.b. Chopins Musik als Untermalung bei einem Blutbad ja doch etwas besser.
Der Einzelspieler Story-Modus umfasst 14 Levels, Arcade hat über 50 Non Stop Action Levels, welche man entweder alleine oder mit einem freund via XBL spielen kann (big fun). Der Dish Challenge Modus ist wie HORDE von Gears of War 2.

Anmk. d. Red.: Auf mich wirkt das ganze Spiel wie HORDE…
Fazit:
Auch wenn ich alles um den Tellerwäscher respektiere und ein totaler Fan von Aufmachung und Gameplay bin, muss ich unbefangenen Interessenten zuerst die Demo ans Herz legen. Wenn euch das gefällt, und Ihr keine Angst vor Herausforderungen sowie repetitvem Gameplay habt, kann ich das Spiel sehr empfehlen. Denn mehr als von links nach rechts rennen, bisschen herumhüpfen, Kombos aneinanderreihen, den Bildschirm mit Pixelblut füllen und den Bildschirm verfluchen passiert nicht.
Habt ihr einen Freund mit dem Ihr es Spielen könnt? Perfekt! Dann habt ihr gleich jemanden, dem Ihr die Schuld geben könnt, wenn Ihr gegner X nicht besiegen konntet..Und mal ehrlich: 800MS Points ist ein Statement, wenn Spiele wie Braid oder z.B. Castle Crashers für 1200 Punkte angeboten werden.

Danke an Microsoft für das Testmuster!














