Der Pate 2 – Review

Respekt, Treue und viel Geld. Das sind nicht nur Werte, die man sich vielleicht in einer Beziehung wünscht, sondern diese gehören zum feinen Umgang in der Mafia. Ich weiß das, ich heiß ja schließlich Enzo.

Electronic Arts möchte dieses Gefühl des (verbrecherischen) Zusammenlebens in ein actiongeladenes Spiel verpacken. Tja daraus ergab sich eben Der Pate 2. Ob es den Don überzeugt, lest ihr nach einem kurzen Schusswechsel.

Fangen wir erstmal mit der Story von Der Pate 2 an. Ihr seid ein Typ namens Dominik und lebt mit euren Mafiamitgliedern in Kuba. Diese wunderschöne Insel wird komplett von der Mafia kontrolliert: Jedes Hotel gehört irgendeinem Don, Drogen sind im Umlauf – die Standardgeschichten eines normalen Wiener Gemeindebezirks auf dem Gürtel halt.

Tja, doch die Mafia hat nicht mit der kubanischen Revolution gerechnet und flüchtet wieder in die USA zurück. Während dem Rückzug wird Dominik noch schnell zum Don hochgestuft und er hat nun volle Macht über alle Geschäfte. Die weitere Story befasst sich eben mit mafiatypischen Dingen. Cool erzählt wird sie aber!


Leonardo, Donatello, Michelangelo und Raphael sind bereit die Welt zu zerstören!

Das Gameplay von Il Padrino Due ist nach dem „Open World“ Konzept aufgebaut. Für alle die das nicht verstehen: Ihr könnt im Spiel tun und lassen was ihr wollt. Entweder nehmt ihr eine Mission an, klaut paar Autos, zerstört paar Häuser und so weiter. Der Kern des Spiel bilden allerdings die Missionen sowie das eigentliche Hauptziel, alle anderen Mafiafamilien auszuschalten. Doch wie geht das am besten?

Hierfür hat sich Electronic Arts ein komplett neues System einfallen lassen! In der sogenannten „Don Ansicht“ seht ihr welche Lokale zu euch bzw. euren Feinden gehört. Das Ziel ist es alle feindlichen Lokale (Warenhäuser, Puffs, Autohändler, usw.) mit roher Gewalt zu übernehmen, um die andere Mafia zum Rückzug in ihre Heimvilla zu zwingen.


Aha! Du hast über meine Frisur gelästert?!

Der finale Showdown findet dann in dieser Villa statt. Ganz alleine kann man die einzelnen Lokale nicht erobern; ein Team muss her! Auf den Straßen oder in eurem Anwesen findet ihr immer willige Leute, die sich eurem „Club“ anschließen wollen. Jeder dieser Leute hat verschiedene Fähigkeiten.

Also einer kann zb. Schlösser knacken, der andere liebt es was zu verbrennen. Habt ihr euer Dreamteam zusammengestellt kann der Spaß losgehen. Gleich knallts! Man stürmt also ins Objekt der Begierde, sagt kurz „It’s nothing personal“ und dann geht eine riesen Schießerei los. Das ist echt lässig. Man schießt sich durch alles durch und dann kommt man zum Besitzer.

Um jetzt sein Geschäft zu übernehmen, darf man den Besitzer jah nicht umlegen! Man muss ihm drohen. Eine kurze Tastenkombination reicht, um ihn zu packen und paar gekonnte Fußtritte zu verpassen. Bei den Bedrohungsmöglichkeiten bietet das Spiel jedenfalls hunderte Möglichkeiten. Allesamt sind richtig hart. Habt ihr den Burschen eingeschüchtert, gehört euch das Geschäft und all dessen Einnahmen.


Ein Businessman hat immer alles im Überblick.

Natürlich müssen danach paar Wachen aufstellen werden, denn die andere Mafia versucht sich das Teil ja wieder zu holen. Ein weites Feature im Spiel ist das Skillsystem. Ihr könnt, wie in einem RPG, einzelne Skillwerte von euch oder euren Teamkollegen erhöhen. Dadurch kann man noch besser schießen oder man bekommt mehr Leben.

Dieses System ist essentiell und hilft im weiteren Spielverlauf. Im Grunde genommen, wars das eigentlich auch schon vom Gameplay. Man versucht halt immer einzelne Geschäfte zu erobern und Dons zu töten, doch es ist sehr cool gemacht. Im Spiel wurde wirklich an viele Variationen gedacht und kein Eroberungsversuch gleicht dem anderen. Fad wird einem nicht. Diese Don-Jagd hält ca. 20h an. Das ist die Spielzeit ohne Nebenbeschäftigungen! Also kann man sicher noch paar Stunden dranhängen.


Der Multiplayermodus ist nicht eines Dons würdig!

Achja einen Multiplayermodus gibt’s auch, aber der ist nur Mittelmaß. Irgendein Spieler ist Don und kann seinem Team mit Goodies (Munition, etc.) helfen. Sonst ists wie Deathmatch. Auch mittelmäßig wie der Multiplayermodus ist die Grafik vom Spiel. Das Problem ist einfach, dass alles viel zu langweilig und karg ausschaut. Es gibt viel zu wenig Bäume, viel zu wenig Objekte! Schade, da hats schon besseres gegeben.

Fazit:

Also eins muss ich sagen: Der Pate 2 ist ein lustiges Spiel. Es ist zwar kein Meilenstein in der Videospielgeschichte, aber dank des ewigen Eroberns hat man seinen Spaß. Auch das Skillsystem kann sich sehen lassen! Man fühlt sich wirklich wie ein Don und verspürt die Lust sich alles zu krallen.

Dem Spiel fehlt eigentlich nur Tiefe, wie es eben im gleichnamigen Film vorkommt. Man fühlt sich etwas wenig mit den anderen Charakteren verbunden. Alles andere, bis auf die Missionen sowie das „Eroberungsystem“, ist leider nur Mittelmaß – von der Grafik bis zum Multiplayermodus. Wer darüber hinweg sieht, wird am Spiel seinen gefallen finden.

Mille Grazie an den Don von Electronic Arts für das Testmuster!
Es wurde die X360 Version getestet!

Post von JoeBlack | 29 Apr 2009 | 12:03 pm and tagged , , , ,


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