Ninja Blade – Review

Ninjas are Back! Ninja Blade ist der neue 360 Exklusiv Titel von From Software, die unter anderem es mit Tenchu, Armored Core und Encharnted Arms so richtig krachen ließen. Aber einen Ninja aufs Cover geben kann jeder! Ob Ken Ogawa ein Badass wie Ryu Hayabusa aus Ninja Gaiden ist, stellt sich in unserem Review heraus.
Zugegeben, Ninja Blade sieht auf dem Papier sehr vielversprechend aus, da Capcoms Keiji Nakaoka für das Charakter Design zuständig war und der Score direkt vom GEM Studio kommt. Dieses Studio war mitverantwortlich für den Erfolg von MGS4! Aber sobald man die DVD in die Xbox eingelegt hat, und ein bisschen Zeit damit verspielt, will der Funke nicht ganz rüber springen.
Ninja Blade ist, aus den Mündern der Entwickler ein “Cinematic action game combining a mixture of hack and slash elements with context sensitive commands”. Das trifft den Nagel auf den Kopf, und zwar komplett.

Zip, Zap! Kopf ab!
Story ist naja. Scheisse. Geht halt in etwa darum, dass sich Killerparasiten/Würmer in Afrika entwickelt haben, die Lebewesen als Wirten benutzen und diese deswegen zu bösen Viechern mutieren. Resident Evil 5 anyone? Das ist übrigens ein globales Problem, aber der Ninja Protagonist kümmert sich erstmal nur um Tokio.
Die Darstellung der Grafik ist schwankend. Der Hauptcharakter “Ken Ogawa” sieht im Gegensatz zu dem namenlosen Typ, der nur 10 Sekunden Screentime hat, wie ein Gemälde aus. Die Backgrounds bzw. Hintergründe (Häuser, Himmel, Einrichtung bla) sind jetzt grafisch nicht Top, aber sie haben einen netten Endzeitstil, der gut zur Story passt.
Genauso schwanken wie die Grafik ist auch das Gameplay. Plump gesagt ist das Spiel in drei Passagen aufgebaut: Quicktime, Hack n’ Slay und Railshooter. Missionen haben fast immer den gleichen Ablauf. Anfangs rasante QT Passagen, danach durch Gegnerhorden kämpfen, bis sich der Boss des Levels mittels Quick-Time-Event vorstellt.

Quick Time Events gibts genug. Mindestens so viele wie geheime Ninjas in eurem Zimmer.
Zu guter letzt noch eine nette Portion Hack n’ Slay anschließend eine Railshooter Passage und naja…das wars dann schon! Gegen Ende wird es noch typisch japanisch, da sich die Bossgegner der vorigen Levels simpel wiederholen.
Das Charakter Design könnte etwas ausgefeilter sein – die Boss Gegner sind jedoch richtig cool gemacht. Noch kranker als in Ninja Gaiden! Mir kommt’s sowieso so vor als wäre die meiste Zeit in die Entwicklung für Boss Kämpfe und Quick Time Events draufgegangen. Alles andere ist leider ein Einheitsbrei!
Fazit:
Die Packung täuscht. Das kann kein echter Ninja sein! Welcher Ninja wechselt in einem Gespräch die Sprache und hat jeweils unterschiedliche Stimmen? Welcher Ninja hat laufend Framerateeinbrüche sodass sich selbst Ryu Hayabusa schämen muss? Ninjas in Kinderschuhen maybe.
Wer sich jedoch nicht vor einer Quick-Time-Event Orgie sowie mindestens zwei Epic-Bossbattles pro Level und einem Kampfsystem mit zu wenig Tiefe einschüchtern lässt, für den ist Ninja Blade richtig. Hack n’ Slay ohne viel nachzudenken! Probeweise kann man auch die Demo runterladen, aber in der Vollversion muss man mit mindesten doppelt sovielen Events rechnen. Viel Spaß wünsch ich jedem der es spielt! Es ist zwar nicht so schwer wie der Referenztitel Ninja Gaiden, aber es gibt keine Checkpoints im Level sodass nur am Ende gespeichert werden kann :>
Danke an Microsoft für das Testmuster!














