Halo Wars: Review

halo wars review

Das Verhältnis zwischen Konsolen und Echtzeitstrategiespielen ließ sich bisher ungefähr so beschreiben, wie die Beziehung zwischen Esspapier und Salzsäure: Eher schlecht. Jetzt kommt Halo Wars und will endlich Harmonie schaffen. In diesem Test werden wir euch ausführlich berichten, ob dies den Entwicklern von Ensemble Studios gelungen ist und ob Salzsäure und Esspapier heiraten werden.

Sobald das Spiel startet findet ihr euch in bereits bekannten Umgebungen wieder, sofern ihr einen früheren Halo Teil gespielt habt: das Menu schön blau, atmosphärische Klänge im Hintergrund. Alles wie immer. „Früherer Halo Teil“ ist übrigens nicht ganz richtig, immerhin passieren die Geschehnisse in Halo Wars rund 20 Jahre vor dem Kampf um den Ringplanet: im Jahre 2531.

halo wars review

Warum lässt du die Lady nicht los und wir klären das von Mann zu Freak?

Die Story ist eigentlich schnell erklärt: Die bösen Jungs von der Allianz haben auf dem Planeten Harvest etwas entdeckt, das ihnen so gut gefällt, dass sie entscheiden, diesen Planeten einzunehmen. Doch die Menschheit (hier repräsentiert durch die Crew der „Spirit of Fire“) lässt sich das natürlich nicht gefallen und unternimmt alles Mögliche, den Feind zu stoppen. Man vermutet bereits, dass die Allianz nichts Gutes im Schilde führt. Es wird also ein Trupp entsandt, der Klärung in die Sache bringen soll. Hier kommt ihr ins Spiel.
Schnell findet man sich auf dem Schlachtfeld wieder, befehligt Truppen, baut Basen und erforscht Verbesserungen. All das geht gut von der Hand, die Steuerung ist in Halo Wars wirklich hervorragend gelungen. Gerade dieser Aspekt ist bei dem Genre enorm wichtig. Besonders sinnvoll: die Schnellauswahl aller Einheiten mit einem Klick. Allein die Möglichkeit etwas weiter weg zu zoomen wäre toll gewesen. Ansonsten kann ich echt nichts bekritteln, man merkt der Steuerung die lange Entwicklungszeit und Ausgefeihltheit einfach an.

halo wars review

Einheiten: schön modelliert. Steuerung: ausgefeilt.

Das Micro-Management (freie Abläufe von Aktionen, die der Spieler wählen kann) wurde bewusst einfach gehalten, bietet aber dennoch genügend Tiefe, um taktische Vorgehensweise nicht allzu banal und sinnvoll zu machen. Halo Wars ist kein StarCraft, will es ja auch gar nicht sein.
Die Story wird durch sehr gute Zwischensequenzen vorangetrieben und sorgt für die nötige Motivation. Die Missionen sind abwechslungsreich und spannend gestaltet.
Bei der Grafik bin ich etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite wirken die Modelle der Einheiten schön modelliert und animiert, die Umgebung sieht solide aus und sorgt für das nötige Flair. Dem gegenüber stehen die leider öfter schlampig wirkenden Explosionseffekte. Wer mit dem Grizzly-Panzer unterwegs war, weiß, wovon ich spreche. Versteht mich nicht falsch, wir haben es hier nicht mit einem Pacman in der Gears of War 2-Zeit zu tun. Die Grafik erfüllt ihren Zweck gut.
Im Multiplayer-Modus kann man entweder gemeinsam mit einem Freund die Kampagne spielen oder gegeneinander antreten. Als Fraktion stehen einem die Menschen und die Covenants der Allianz zur Verfügung.

halo wars review

Hallo Mama, ich bin in einem Videospiel!

Fazit: Halo Wars ist ein gutes Spiel, welches es endlich schafft, das Genre „Strategie“ gut auf einer Konsole zu repräsentieren. Leider bleiben im Hinterkopf immer die teils unfairen Vergleiche mit genretypischen Platzhirschen auf dem Computer, die einfach oft mehr zu bieten haben. Jedem, dem aber etwas Taktik, das Halo-Universum und Totenköpfe einsammeln Spaß machen, kann zugreifen. Wer sich noch nicht sicher ist, kann es ja vorerst mit der Demo versuchen, die auf dem Xbox Live Marktplatz erhältlich ist.

Vielen Dank an Microsoft für das Testmuster!

Post von input | 18 Mar 2009 | 12:43 pm and tagged


4 Kommentare für “Halo Wars: Review”

  1. Ich weiß das ist jetzt seit einiger Zeit total im Trend und so, aber mir geht das voll auf die Nüsse wenn irgendein Text geschrieben und dann “durchgestrichen” wird. Ich weiß, der Autor kann dann immer glauben er wäre unglaublich gscheit (NOT!) wenn er eine Anspielung auf irgendwas derart “subtil” hinschreiben und dann durchstreichen kann, aber das nervt total…
    Das ist jetzt nicht nur auf dieses Review bezogen sondern auf den gesamten Content von RR.

  2. Ich hab jetzt die erste Seite durchgeblättert und nix dergleichen gefunden.

    Das eine Mal wirst sicher überleben, ja ? Du Grandscherben. <3

  3. ich weiß, dass ich das hin und wieder mal ganz gerne mache, aber ich kann jez nicht sagen ob ichs oft bei RR-Beiträgen verwendet hab.
    Auf jeden Fall is es nicht mehr und weniger als ein Stilmittel und es kommt nur darauf an wie man’s einsetzt.
    Manchmal ist es zum Beispiel sinnvoll, weil Ironie in der geschriebenen Sprache manchmal nicht übermittelbar ist…

    Ach was solls, ein guter Freund hat mir mal gesagt, wie armselig es is, dass ich mich immer glaube rechtfertigen zu müssen.

  4. Ich finds gut. Da kann man das ein oder andere Späßchen einbauen. Für langsame Leute ohne Humor (also eh das Halo-Milieu) ists natürlich nichts. ;F

Rede mit!