Silent Hill – Homecoming: Hands On

Nach einem oberflächlichen Tauchgang in die Welt von Silent Hill Homecoming, kann man als Ersteindruck mal sagen: Respekt.
Obwohl Team Silent nicht für Homecoming zuständig ist, sondern der Western-Developer Foundation 9 Entertainment haben sie sich anscheinend doch sehr an die Vorlage gehalten, so das ein Faux Pass in Form von The Room und Origins wahrscheinlich nicht wiederholt wird. Team Silent Produzent und Komponist Akira Yamaoka ist dennoch mit am Bord, und das hört(!) man auch.
Es wird nicht lange herumgefackelt. Man wird als festgebundener Patient in einem heruntergekommenen Krankenhaus in einen Operationsraum geschoben und alleine gelassen. Dass man kurz davor im Vorbeifahren einen Blick darauf erhaschen konnte, dass die anderen Patienten gar nicht gut behandelt werden, gibt einem schon ein mulmiges Gefühl im Bauch. Der Pfleger oder Arzt, der die Trage vor sich herschiebt reagiert auf unsere Aufforderung, zu verraten, wo wir hier sind und was das alles soll, überhaupt nicht.
Durch ein Quicktime-Event können wir uns von unserer Fessel befreien und erkunden den heruntergekommenen Operations(?)saal. Neben ein paar dreckigen Regalen und Tischen und Infusionsbehältern, finden wir auch eine eiserne Lunge im Raum, welche uns verrät das der Spieler sich ca. im Jahr 1930 aufhalten könnte.
Verzweifelt gehen wir jede Ecke des Raumes mit schnell gedrücktem A-Button entlang, um eine Waffe zu finden. Doch stattdessen finden wir nur einige Notizen von Ärzten, die uns einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen, sowie Blutflecken am Boden und an den Wänden.
Auf dem harten Weg findet der Spieler heraus, dass durch die neue Physik-Engine wirklich jedes Gerät und jeder Gegenstand, die im Raum platziert sind, verrückbar sind. Als ich unabsichtlich an einen Tisch stieß, hätte ich durch das Geräusch, welches der Tisch beim Umfallen machte, fast einen Herzinfarkt bekommen.

Josh, sei kein Frosch! Wer is’n das? Wird dieser Gschropp die Story im Spiel zerstören?
Wir gehen aus dem Raum und versuchen herauszufinden, was hier los ist. Doch außer Leichen am Boden und offensichtlich toten Patienten am Sterbebett ist hier niemand.
Als wir im Raum der Brutkästen sind, hören wir ein Baby fürchterlich schreien, und es hört nicht auf.
Wir wollen helfen und suchen jeden Brutkasten ab, aber wir finden nichts. Und da hört das Geschreie plötzlich auf. War das alles nur Einbildung?
Verwirrt versuchen wir unseren Weg zu gehen, obwohl wir nicht mal wissen wohin.
Viele Türen sind versperrt und oft kommt man zu Sackgassen.
Als nur noch die Damentoilette übrig bleibt, betreten wir auch diese, und sehen das ein Messer mitten im Spiegel steckt.
Der verzweifelte Protagonist kann es nicht lassen, es an sich zu nehmen und just in diesem Moment beginnt sich die gewohnte Umgebung, in Silent Hill-Manier zu verändern. Wir sehen zu wie der Putz von den Wänden fällt und unsere Schritte auf dem kalten Gitterboden erheblichen Lärm macht.
Nachdem das ganze Szenario in Realtime vorbei ist, weckt uns das gehasste Geräusch unseres Radios und es öffnet sich die letze Toilettentür…
Eine Nurse, wie wir sie aus Gans’s Film kennen, schlendert auf uns zu.
Ich gehe in Kampfposition. Und warte…

Die Krankenschwestern wollen sich natürlich auch in Homecoming wieder um euch kümmern.
Hoher Pulsschlag und das insgeheime Hoffen, dass jede Tür vor einem abgesperrt ist, lassen in Homecoming das vergessen geglaubte Silent Hill-Feeling wieder aufkommen.
Mehr über das Gameplay und ob das Spiel nicht doch beschissen ist, gibt es bald.














